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Mai 10
Konzert mit Rolf Luginbuehl

Am Samstag 5. Mai lud Remo in den Rebstock zu einem Konzert mit Rolf Luginbuehl ein. Zusammen mit Hausi am Bass und Stöphel am Schlagzeug unterhild uns Rolf mit rockigen und zum Teil melancholischen klängen auf Berndeutsch. Unserem Präsidenten Dan hat es gefallen und der Wein war auch gut :-)

Auch nach der Bikesaison im Herbst gibt es wieder die Möglichkeit die einzigartige Ambiente von einem Konzert im Rebstock zu erleben. Am 20. Oktober spielen Souline mit der Wiler Sängerin Céline Hefel und am 17. November ist nach dem riesigen Erfolg im letzten Jahr wieder Jacky zusammen mit Steve und Stöff im Rebstock.

Rebstock Wil GmbH
Toggenburgerstrasse 54
9500 Wil

071 9121413

April 06
Velo fahren ist Balance

Pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen startete die erste Gruppe der Bike Guides zu einem Fahrtechnik-Kurs. Unter der sehr kompetenten Leitung von Guido Räss (Ausbilder Swiss Bike School) wurde sehr schnell klar, dass Fahrer und Velo eine Einheit bilden müssen.

Damit man sich sicher auf Strassen und im Gelände bewegen kann, braucht es eine gute Balance, der Situation angepasste Position auf dem Fahrrad und ein an den Untergrund angepasstes, korrektes Bremsen. Auf spielerische Art und Weise wurden diese Elemente zuerst beim Schulhaus Ägelsee, und anschliessend im nahegelegenen Wald geübt.

So hat jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin an diesem Kurs neue Erfahrungen gemacht. Nebst den persönlichen Verbesserungen im Fahrstil konnte Guido Räss den Guides viele neuen Ideen für die kommende Saison vermitteln. So werden auch die restlichen Mitglieder profitieren können. Nach zwei Stunden war der Kurs für die erste Gruppe bereits wieder zu Ende. Die zweite Gruppe startete um 10.00 Uhr und die dritte Gruppe um 13.30 Uhr. Durch die Aufteilung in drei Gruppen konnten ca. 25 Guides von diesem Angebot profitieren.

März 11
Bericht: Skitour auf den Schafwisspitz - 1300hm

Samstag, 3. März 2012: 6:30Uhr; es herrschte dichter Nebel in Wilen und Umgebung, doch vor dem Stopbox konnte man bereits emsiges treiben beobachten. Acht Frühaufsteher (Bea, Peter, Dani, Sepp, 2x Christoph, Thomas und Chrigel) trafen sich, um gemeinsam mit Tourenleiter Armin den Schafwisspitz auf Skiern zu erklimmen. Aufgrund des warmen Frühlingswetters der Tage zuvor erfolgte der Start eine Stunde früher als ursprünglich geplant. Skier und Rucksäcke wurden auf drei Autos verteilt, anschliessend startete man gemeinsam in Richtung Unterwasser. Wenige Minuten später war der Nebel bereits verschwunden und weit und breit keine Wolke mehr am Himmel zu sehen, es versprach ein klasse Tag zu werden.

Oberhalb von Unterwasser wurden die Autos abgestellt und die Felle auf die Skier aufgezogen. Vom Parkplatz aus konnten wir bereits das Ziel erkennen, um 8Uhr waren alle bereit und der Aufstieg begann - keine Wolken, der Himmel tiefblau, ein perfekter Wintertag. Armin legte das Tempo vor, die restlichen Acht folgten, wie an der Perlenschnur aufgereiht; ein harmonisches Bild des BTW bei traumhaften Bedingungen. Nach einer halben Stunde Aufstieg wurde ein Waldstück durchquert, im Sommer ist dieses Stück sicher ein klasse Singletrail. Die Temperaturen erinnerten auch mehr an den Sommer als an den Winter, jeder schwitze und suchte nach der ersten Aufstiegspassage den kühlenden Schatten, wie beim Biken; wir waren im Element! Nach einer kurzen Trinkpause stach man in die erste Abfahrt, der Faulheit wegen wurden die Felle nicht abgezogen - ein komisches Gefühl. Dem ein oder anderen kamen auf der Abfahrt die Bäume in den Kurven doch näher als gedacht, es kamen aber alle unversehrt unten an. Pünktlich um 9Uhr war "Znüni"-Pause, die erste Stärkung. Wir hatten eine wunderbare Sicht auf die Churfirsten und die Sonne lachte über uns. Zehn Minuten später ging's weiter, der erste Steilhang wurde durchquert. Bei Dani deuteten sich Probleme mit seinem Ski an, er musste deshalb eine Zwangspause einlegen. Drei weitere leisteten ihm Gesellschaft und badeten in der Sonne, während die anderen zum Ziel aufbrachen.

100 Höhenmeter unterhalb sah man zum ersten Mal das Gipfelkreuz. Wir setzten zum Endspurt an. Das letzte Stück zog sich aber viel mehr als gedacht, verständlich dass bei jedem der Schritt langsamer wurde. Geschafft, nach drei Stunden Aufstieg erreichten wir den Gipfel des Schafwisspitz auf 1987m ü.M. Keine Menschenseele weit und breit – Stille. Uns bot sich ein unvergesslicher Ausblick auf das Toggenburg mit den sieben Churfirsten auf der einen und dem Säntis auf der anderen Seite.

Nach einer kurzen Essenspause und dem wohlverdienten Gipfelschnaps zogen wir die Felle ab. Ohne einen Blick zurück zu werfen, starteten wir die Abfahrt, diese genossen wir bei guten Firnbedingungen. Am "Rastplatz" warteten die Zurückgelassenen und wir schwangen den Hang gemütlich ab. Unten angekommen wurden nochmals kurz die Felle montiert, um den letzten Hügel zu überqueren. Oben angekommen stiessen wir mit einem Gipfelwein (einem Wein der auf dem Gipfel war) auf die tolle Tour an – Sonne pur mit traumhaften Bedingungen!

Armin durchsuchte während der Pause seinen ganzen Rucksack, doch musste er feststellen, dass er – aufgrund des fehlenden Blicks zurück – seine Teeflasche auf dem Gipfel vergessen hatte. Nach der letzten Abfahrt des tollen Tages, folgte zum gemeinsamen Ausklang die Einkehr in die "Post" von Unterwasser, bevor bei frühlingshaften 17°C die Heimfahrt nach Wilen anstand.

Auch am Sonntag war das Wetter traumhaft und so stiegen wieder zwei auf den Gipfel des Schafwis, um Armins Teeflasche zu holen – mit Flasche kehrten wir zurück ins neblige Wilen.

Besten Dank Armin für die tolle(n) Ski-Tour(en)!

November 09
Bilder der Chrüzegg Tour

​Auf der Website der Freireiter sind Bilder der Tour verfügbar.

http://www.freireiter.ch/01_news.html

Oktober 01
Bericht Sonnenberg-Tour  vom 10.September 2011

ca. 42 km 650hm

Pünktlich um 8.00 Uhr konnten wir unsere Genus tour starten, kurz nach Wilen ist unser Ziel schon in Sichtweite. Doch bis dahin ging es noch eine Weile, da wir noch auf dem Weg etwas erleben wollten. Wir folgen der Murg entlang bis St.Margarethen wo wir dann in den Wald Richtung Lommiser-Wald folgten. Im Lommiser-Wald nahmen wir die Trails mit den Überquerungen des Kaabachs unter die Räder teils geschoben oder gefahren teils mit nassen Füssen. Dann folgten wir ein Stück dem Schwabenweg, Ende des Waldes tauchte dichter Nebel auf. Wir folgten den Naturstrassen über die Grossenegg in Richtung Affeltrangen, um im Restaurant Frohsinn ein Kaffee und etwas zwischen den Zähnen zu geniessen. Mittlerweile hat sich der Nebel verzogen, so konnten wir nach der wohl verdienten Pause der Lauche (Bach) folgen bis wir den steilen Aufstieg über die Gass nach Wetzikon in Angriff nahmen. Alle meisterten den Aufstieg mit Biss und waren doch Froh als dies geschafft war. Hoch über dem Lauchtal konnten wir die Aussicht geniessen mit Sicht in die Alpen und auf unser Bike-Revier in der Region. Nun gab es noch ein paar kleine knackige Anstiege bis auf den Immenberg, als der höchste Punkt unserer Tour erreicht war ging es über Forststrassen und einen kleinen Trail zum Schloss Sonnenberg. Auf dem Schloss das durch den Umbau geschlossen war konnten wir nochmals die Aussicht geniessen. Anschliessend nahmen wir erarbeiteten Höhenmeter. Vorbei an der Badi Stettfurt nach Matzingen wo wir wieder auf die Murg trafen und ihr wieder bis nach St.Margarethen folgten. Richtung Winkel gelangten wir durch den Wald nach Trungen, über die Weiherhofstrasse gelangten wir über Dreibrunnen nach Wilen.

Vielen Dank den Teilnehmern Hana, Barbara, Susanne, Andrea, Timo, Urban, Hans, David, Mario ich glaube das die Tour auf die Teilnehmer zugeschnitten war und genossen werden konnte. Der schreibende Röbi.

September 07
Mit den Freireitern auf der Chrüzegg

Früh mussten sie aufstehen – die Freireiter aus dem Domleschg für ihren Ausritt ins Toggenburg! Kurz vor neun Uhr begrüsste Dan die Reiterin und ihre acht Begleiter. Er erinnerte kurz an den letztjährigen Besuch des Wilener Clubs, in einer der burgenreichsten Regionen der Schweiz. Die tolle Tour und die ausgezeichnete Gastfreundschaft sind in bester Erinnerung geblieben. "Auch wir haben Berge, zwar kleine und es geht immer ufe und abe…!" Die abschliessenden Worte des Präsidenten schienen die Reiter (noch) nicht sonderlich zu beunruhigen, sind sie es doch gewohnt, " Höhenmeter zu fressen"! So starteten wir bei besten äusseren Bedingungen in zwei Leistungsgruppen. Schon bald war klar, was Dan mit "ufe und abe" meinte. Das coupierte Gelände, mit steilen kurzen Rampen führte immer wieder zu kräfteraubenden Rhytmuswechseln. Wann es denn endlich nur noch aufwärts gehe, hörte ich einen Freireiter fragen. Spätestens in Krinau fand auch er sein bevorzugtes Terrain – regelmässig bergwärts!

Auf der Chrüzegg angekommen bot sich uns eine prächtige Fernsicht. Wir nutzten die Gelegenheit um uns zu stärken und tauschten so manches Bike-Erlebnis aus.

Frisch gestärkt, wagten wir uns an die Schlüsselstelle der Tour: Der Singletrail im ausgewaschenen Nagelfluhbett, reichlich mit Steinen garniert und dazu noch leicht feucht forderte Mut und geschickte Steuerkünste. Erfreulicherweise haben alle diese Herausforderung ohne nennenswerte Zwischenfälle gemeistert. Dass Biker auch gute Handwerker sind, zeigten uns Remo und Jürgen (Freireiter) kurze Zeit später, als sie einen defekten Schlauch wechseln mussten. Spezialist Remo war dabei eine Nasenlänge voraus und behauptete sich als der wohl schnellste "Pneuwechsler" im bike-team. Dass Biker manchmal auch Glück in Anspruch nehmen dürfen, erlebte Ralph auf einer Abfahrt Richtung Hulftegg. Ein lauter undefinierbarer Knall veranlasste ihn die Fahrt zu unterbrechen. Nicht schlecht staunte er, als er feststellte, dass des Sitzrohr auf der Höhe des Umwerfers in zwei Teile zerbrochen war!

Aufgrund der Kräftereserven in ihrer Gruppe, gestalteten die beiden Guides Dan und Fred die letzte Teilstrecke von der Hulftegg zurück nach Wilen. Beim abschliessenden Grill- und Badeplausch in Christophs Garten konnten wir unsere Energiespeicher reichlich füllen und es blieb Zeit, um über so manch vollbrachte Heldentat zu lachen.

Herzlichen Dank an alle, die zum gelingen dieses Anlasses beigetragen haben. Ein spezieller Dank geht an Hortensia und Christoph für die Bewirtung in ihrem Garten, sowie Fred und Dan für die kompetente Führung im Gelände.

Thomas Boesch

 

 

 

September 06
Family-Brunch 2011

Nun ist der Familien und Bikerbrunch wieder Geschichte, aber schön war's Pascal.

Am Sonntag den 21.08.2011 radelten ein Teil vom Casa Grande aus via Gloten , Münchwilen, Murgweg , Lommiser-wald , Eggetsbühl mach Anetswil ins Restaurant Frohsinn .Der verrückte Teil ging schon um 07.00Uhr mit Umwegen nach Anetswil.

Nach ca. 1.Std. Fahrzeit und ein bis zwei Zwischenfällen, kamen alle gesund am Zielort an.

Im Restaurant Frohsinn durften wir ein reichhaltiges "Zmorgä" zu uns nehmen.

Ach ja Andrew Twiddy durfte noch seinen 28igen Geburri feiern, nochmals alles Gute Andrew und danke für das Bier und so !!!!

Um 12.00Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg, denn ich und ein paar andere hatten nur noch das kühle Nass im Kopf.

 

!!!!!!!!Gut gemacht Pascal!!!!!!!

August 09
Grenztour

Jürg Hügli hat es wieder einmal geschafft, uns für eine super Tour zu begeistern.

Kein nennenswerter Zwischenfall ausser Urs's Velo, welches Opfer der Schläge auf den Single-Trails wurde, ein Rahmenbruch war die Folge.

Glücklicherweise hatte ein nahgelegener Bauer eine grosse Schraube und gutes Klebband für eine behelfsmässige Reparatur. Leider erwies sich die Konstruktion als nicht stabil genug für die Abfahrt und Urs musste die Hauptstrasse nach Stein am Rhein runter, wo uns die "Meter Spaghetti" erwartet haben. Gestärkt konnten wir dann weiterfahren. Leider hat sich Andy eine Verletzung unterhalb des Knies zugezogen, was ihn zum Glück nur leicht behindert hat.

Juli 03
Bericht Mälchterli-Niederurnen-Tälitour vom Samstag 25.06.2011

Wir  (Dan Barben, Thomas Bösch, Dieter Hermann, Gäbi Ongaro, Remo Pfister, Armin Gemperle und Reini Dörig) und unser Stargast Martin Looser vom fitbiketeam-wil, wollten uns in Bilten einen Kaffee gönnen. Doch wir haben die Rechnung ohne die Wirte gemacht. Erst nachdem wir drei Raucherlokale hinter uns gelassen hatten, wurden wir im Cafe-Praline doch noch rauchfrei fündig. Nach dem Einrollen bis Niederurnen gings dann gleich zum langen Anstieg hinauf zum Mälchterli. Nachdem wir oben angekommen waren, stellten wir fest, dass auch hier der Regen seine Spuren hinterlassen hatte. So mussten wir im sumpfigen Gelände das Bike schieben. Als es endlich trockener wurde, konnten wir auf der Alp unseren Zmittag aus dem Rucksack geniessen. Nach einer schönen Abfahrt, welche uns durch viele Gatter und Zäune immer wieder stoppte, gelangten wir ins untere Wägital. Wer sich im bike-team-wilen als Torwart einstellen lassen will, ist bei der nächsten Ausfahrt herzlich willkommen. Nach einer flachen Strecke durch den Wald, mit Aussicht auf den Zürichsee und die Linthebene, kam ein letzter Aufstieg. Danach fuhren wir gut gelaunt zurück nach Bilten. Wir liessen es uns bei dem schönen Wetter nicht nehmen, vor Bilten noch in einem gemütlichen Gartenbeizli einen kühlen Schluck zu genehmigen. Dank an Dieter für die schöne Tour und die dreckigen Schuh. 

 

 

 

Juni 28
Nauders 2011: 3 Tage – 150 km – 4‘580 hm

Tag 0: Wilen – Nauders

„Neun Biker sollt ihr sein!“ Endlich war es soweit – am Mittwoch um 17.00 Uhr trafen sich die Teilnehmer des diesjährigen Saisonhöhepunkts beim Casagrande. Neben Bike und Klamotten, viel Vorfreude und gute Laune im Gepäck. Nachdem Material und Kollegen auf die Autos verteilt waren, gings dann Richtung Nauders los. Auch der zwischenzeitlich ziemlich starke Regen unterwegs konnte der ausgelassenen Stimmung nichts anhaben.

Nach zirka 2 ½ Stunden Fahrt kamen wir gut in Nauders an und wurden von der freundlichen Receptionistin angehalten, uns unverzüglich in den Speisesaal zu begeben, da doch bereits rund eine Stunde später der Biker-Stamm mit Tourenbesprechung abgehalten wurde.

Nachdem wir ein vorzügliches 5-Gang-Menü mit einem grossen Bier verzehrt hatten, stellte uns Harry Ploner, Nauderer-Bike-Pionier und Hotelinhaber, die geplante Tour für den folgenden Tag vor.

Um ca. 22.00 Uhr konnten dann endlich die Bikes im Bikekeller parkiert und die Zimmer bezogen werden. Alle Teilnehmer waren ob der sehr grosszügig konzipierten Zimmer hoch erfreut und lobten bereits jetzt schon das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis. Nachdem dann die sieben Sachen ausgepackt waren und die Zimmer der Anderen begutachtet wurden, trafen sich einige Teilnehmer noch zu einem Jägermeister an der Hotelbar, bevor dann alle mehr oder weniger müde in die Federn fielen. 

Tag 1: Nauders - Goldseehütte – Bergkastel – Plamort – Reschensee – Reschner-Alm – Schwarzsee – Nauders (37.6 km / 1‘540 hm)

Die erste Tagestour sollte uns die Highlights in der näheren Umgebung von Nauders zeigen. Da der Start auf 09.30 Uhr angesetzt war sassen wir bereits um 08.00 Uhr am Frühstückstisch und genossen das üppige Buffet mit frischen Rühreiern und 21 Sorten Flocken. Pünktlich um 09.30 Uhr begrüsste uns unser Guide Gerry, ein ehemaliger Cross-Country-Rennfahrer, und machte bei unseren Bikes einen Kurz-Check. Nachdem er uns den ersten Teil der Tour im Detail vorstellte, machten wir uns auf den Weg.

Uns blieb keine Zeit zum Einrollen, stieg die Route doch gleich markant an, so dass wir nach 6 km bereits rund 500 hm getreten hatten. Nach einer kurzen Verschnaufpause gings dann mit weiteren Steigungen zwischen 10 und 15 % und einer Schiebepassage, auf der es dann auch zu regnen anfing, auf den Bergkastel auf 2‘170 m.ü.M.. Dort hatten wir den ersten Plattfuss des Ausflugs zu flicken – Reini hatte einen Dorn erwischt. Nach getaner Reparatur und Zwischenverpflegung nahmen wir dann die Abfahrt mit einem ersten Singletrail in Richtung Panzersperren und Fotofelsen auf dem Plamort unter die Räder. Nach einer Fotosession gings in rasantem Tempo Richtung Reschen hinunter – leider mussten wir wegen des nassen Untergrundes den Singletrail auslassen.

Unten in Reschen angekommen, erwartete uns dann wieder ein langer ruppiger Anstieg von rund 45 Minuten Länge, der anhaltende Regen machte die monoton wirkenden Schotterstrassen dann auch zur Bewährungsprobe. Auf der Reschneralm wurden wir dann aber mit Kaiserschmarren und Spaghetti Bolognese belohnt.

Der Nauderer-Wettergott schien Erbarmen mit uns zu haben, denn als wir nach dem Mittagessen den zweiten Teil der Tour unter die Räder nahmen, schonte das Wetter. Nun standen rund 600 hm Singletrails auf dem Programm. Die nassen und schlammigen Verhältnisse verlangten uns sehr viel ab, und forderten den Einen oder Anderen Rutsch-Sturz, welche aber glücklicherweise verletzungsfrei ausgingen.

Diverse Passagen zeigten uns unsere Grenzen auf und zwangen uns zum Schieben. Vielleicht hätten einige Teilnehmer bei trockenem Untergrund einen Versuch gewagt – doch an diesem Tag siegte die Vernunft. Am Schwarzsee angekommen erwartete uns zum Schluss nochmal eine rasante Abfahrt auf sehr holprigen und steilen Schotterwegen mit scharfen Schiefersteinen. Joachim, Alex‘ Kollege, der für Armin nachgerückt war, bekam diese in Form eines aufgeschlitzten Reifens zu spüren – dies war umso ärgerlicher, war Nauders doch bereits in Sichtweite.

Nachdem die schlammigen Bikes wieder sauber in der Garage standen erholten sich einige in der Sauna und andere beim Sightseeing und Shopping in Nauders.

Nach einem weiteren sensationellen 5-Gang-Menü erklärte uns Bike-Guide Gerry den Ablauf der Königsetappe ins Val d’Uina vom Freitag. Im Wissen, was uns erwartete, ging die Hälfte der Teilnehmer früh zu Bett – die andere Hälfte beschloss den Abend bei einem externen Absacker im örtlichen Monkey-Pub.

Tag 2: Nauders – Burgeis – Schlinig – Sesvenna-Hütte – Val d’Uina – Sur En – Norbertshöhe – Nauders (70.7 km / 2‘180 hm)

Frisch gestärkt vom Frühstück gings bereits um 09.00 Uhr in Richtung Vinschgau los. Die ersten rund 10 km standen im Zeichen des gemütlichen Einrollens – dies war auch nötig, erwarteten uns doch über 2‘000 Höhenmeter. Ab Burgeis begann die Route nun kontinuerlich zu steigen – erst auf Teer, dann auf Wald- und Schotterwegen. Ein wirklich ruppiger Anstieg führte uns dann nach Schlinig, wo es dann gemäss unserem Guide zirka 3 km dahin „plätscherte“. In Wirklichkeit gings immer noch mit ca. 4 % Steigung bergauf.

Langsam wurde die Umgebung immer alpiner und karger, der Weg immer steiler, die Temperatur immer kühler. Zum Glück war es von oben her trocken. Irgendwann wurde der Weg so steil, dass ein Fahren nicht mehr möglich war – die „Schwarze Wand“ war erreicht. Nun stand uns eine rund halbstündige Schiebepassage bevor. Es war kühl und neblig. Zwischendurch konnten wieder einige Meter gefahren werden. Und auf einmal schimmerte sie aus dem Nebel: die Sesvenna-Hütte – unser Mittagsziel auf 2‘370 m.ü.M. war erreicht.

Die Hirten-Makkaroni schmeckten so gut wie noch nie, sollten sich aber auf dem weiteren Verlauf der Tour nicht als geeignetes Biker-Menü herausstellen, wurde doch die Darmtätigkeit beim einen oder anderen Biker massiv angeregt, was sich am Nachmittag in gewissen Gerüchen niederschlagen sollte.

Nach rund einer Stunde Mittagspause nahmen wir dann den alpinen Singletrail hinunter zur Uina-Schlucht unter die Stollen. Genial, zum grossen Teil fahrbar und meist etwas abfallend näherten wir uns dem Highlight der heutigen Tour dem Val d‘Uina.

Es ist fast nicht zu beschreiben: erst wird das Tal immer enger und dann, dann auf einmal öffnet sich die Schlucht und du siehst weit ins Engadin hinein. Tief beeindruckt und mit leuchtenden Augen schritten wir durch die Schlucht. Mancher schlief an diesem Abend mit den Gedanken bei diesem gigantischen Trail ein.

Was danach folgte, lässt jedes Bikerherz höher schlagen. Eine Abfahrt von 10 km Länge. Schotterstrasse mit lang gezogenen Kurven, immer abfallend und Spitzengeschwindigkeiten bis zu 50 km/h. Noch immer benommen vom Geschwindigkeitsrausch erreichten wir Sur En im Engadin.

Entlang dem Inn gings nun in rasantem, aber nicht mehr ganz so schnellem Tempo Richtung Martina, wo wir gerade rechtzeitig auf die Durchfahrt der Tour de Suisse ankamen, und unsere Freunde von der Strasse anfeuerten.

Zum Schluss standen dann noch einmal ca. 500 hm ruppiger Anstieg auf Wald- und Schotterwegen auf dem Programm. Dies wohlgemerkt nach rund 60 km in den Waden. Das Feld der Teilnehmer zog sich in die Länge und auch das Material zollte Tribut – so streikte Jürgens Federgabel und bei Guide Gerry riss das Schaltkabel der Kurbel.

Nach 5 ½ Stunden Fahrzeit erreichten wir dann trocken und ohne weitere nennenswerte Zwischenfälle unser Hotel in Nauders. Müde aber glücklich machten wir uns daran, unsere Knochen zu regenerieren – die Einen in der Sauna, die Anderen beim Apéro. Ein wiederum exzellenter 5-Gänger, und der fast schon obligate Jägermeister trugen ihres dazu bei. 

Tag 3: Nauders – Reschensee – Brugger-Alm – St. Valentin – Graun – Reschen – Nauders (42.5 km / 860 hm)

Die Abschlusstour stand ganz im Zeichen der Regeneration, standen doch nur noch gut 800 hm auf dem Programm J. Nach einem gemütlichen Einrollen gings dann ziemlich steil zur Brugger-Alm, wo wir einen feinen Kaiser-Schmarr’n verzerrten. Zum Glück war der Kachelofen in der Gaststube in Betrieb, so waren die nassen Klamotten nach unserer Rast wieder fast trocken. Dies war auch nötig, denn bereits nach einer halben Stunde hatte ziemlicher Regen eingesetzt, der uns bis zum Schluss der Tour begleitete.

Nach dem Essen gings dann nur noch bergab. Die Trails waren aufgrund der Nässe und rutschigen Felsen und Steine jedoch ziemlich anspruchsvoll zu fahren und verlangten einiges an Vorsicht. Am Haidersee angelangt, ging es im Stile einer Spinning-Lektion eben mit Geschwindigkeiten mit teilweise über 40 km/h zurück nach Nauders.

Nach einer wohlverdienten und nötigen Dusche, dem Verladen von Bike und Gepäck und einer Jause am Nachmittagsbuffet, gings dann wieder zurück in Richtung Heimat.

Die drei Tage in Nauders würde ich wie folgt zusammenfassen: geniale Truppe, tolle Stimmung, sensationelles Hotel mit exzellentem Preis-Leistungsverhältnis, superkompetenter Guide und Bikerevier, das noch einiges mehr zu bieten hat – die Teilnehmer sind sich einig: Nauders, wir kommen wieder!!! 

Teilnehmer: Röbi, Alex, Ralph, Jürgen, Reini, Pädi, Pablo, Joachim, Pascal

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